Moin

Unsere Blumenwiese geht in das zweite Jahr.

Der Winter ist vorüber, man sollte meinen ereignislos, aber nicht so.

Unsere Bienen hatten Besuch, entweder Marder oder Waschbär, sagt der Imker Thorsten Wilkens. Zwei Kästen wurden komplett zerstört, ein dritter beschädigt. Zwei Völker haben nicht überlebt, das dritte ist stark geschwächt, wird sich aber erholen.

Wenn man auf die Blumenwiese schaut, sieht es auf den ersten Blick recht trist aus, nur Reisig, Laub und die Stängel der Sonnenblumen.

Zur Erinnerung, es gibt kein Nachfolgekonzept für die „Verdener Imkermischung“, normalerweise werden die Blühstreifen umgepflügt.

Das wollten wir ja gerade nicht, hatten im Herbst Wildpflanzen nachgesät und darauf gehofft, dass von der Imkermischung genug durch Selbstaussaat wieder kommt und sich das Angebot für die Insekten durch die Nachsaat verbreitert.

Die letzten Wochen haben wir regelmäßig geschaut, ob was kommt, aber außer den normalen „Unkräutern“ war wenig zu sehen, nur Klee und Kamille. Da haben wir uns schon Sorgen gemacht und in Erwägung gezogen zu eggen und nachzusäen.

Doch das hat sich seit 2 Tagen erledigt, überall auf der Wiese sind Phacelia Keimlinge zu sehen; Phacelia mit seinen blauen Blüten war letztes Jahr der Hauptnahrungsbringer für unsere Hummeln. Zur Hauptblütezeit waren tausende auf der Wiese unterwegs. Phacelia ist umstritten, da es keine einheimische Pflanze ist. Wir sind da pragmatisch, der hohe Ertrag und die Anspruchslosigkeit der Pflanze ermöglichen es uns bestens unser Ziel zu erreichen, auf einem Acker ein möglichst großes Angebot an Nahrung für Insekten zu haben.

Für diesen Sommer ist somit die Basis geschaffen, die Sorge es könnte eine Ödlandfläche entstehen war unbegründet. Wir schauen täglich nach, ob wir noch weitere Jungpflanzen identifizieren können, wir hoffen natürlich, dass auch von den Wildpflanzen etwas kommt. Ist aber nicht so einfach, da wir ja keine Fachleute sind.

Sie können auch gerne selber auf der Wiese nachschauen, so trist wie auf den ersten Blick ist es gar nicht.

DIE BLUMENWIESE LEBT