Ausblick für das nächste Jahr

2020 war ein guter Anfang, aber für die Aussaat der Verdener Imkermischung gibt es kein Konzept für weitere Jahre. Normalerweise gibt es diese Blühstreifen ja nur für ein Jahr, danach wird alles untergepflügt.

In einem Jahr als „Projektleiter“ einer Blumenwiese lernt auch einiges dazu.

Die Verdener Imkermischung ist preiswert und leicht auszubringen, allerdings in der Vielfalt der Pflanzen sehr begrenzt.

Jedem der die Blumenwiese besucht hat ist die Fülle der Insekten aufgefallen, als das Phazelia so schön lila blühte. Dieses Niveau konnte aber nach dem Verblühen nicht mehr gehalten werden. Ab da sank auch die Honigproduktion, der Honig wurde Ende Juli geerntet, seitdem wird zugefüttert.

Kleesorten, Boretsch und Sonnenblumen allein reichen nicht aus, es fehlt an Vielfalt.

Auf Anraten des Imkers habe ich eine Wildblumenwiese in Achim Baden besucht. Da wächst alles was unserer Blumenwiese fehlt, Königskerze, Wilde Möhre, Natternkopf, verschiedene Malven, …

Mit Genehmigung der Stadt Achim durften wir mit freundlichen Helfern dort Saatgut ernten.

Dieses Saatgut bringen wir diese Woche auf der Blumenwiese aus, sodass es noch auskeimen kann und wir im nächsten Jahr eine viel buntere BürgerBlumenWiese bekommen.

Wir hoffen Sie sind auch im nächsten Jahr wieder dabei, die Insekten werden es Ihnen danken

Peter und Sabine Erfurt

Und einen Gruß von einem Sonnenröschen Bläuling von der Wiese

Fazit BürgerBlumenWiese 2020

Einen Gruß und einen herzlichen Dank an alle Sponsoren von den Insekten der Blumenwiese.

Das erste Jahr ist nun fast vorbei, da möchte ich ein Fazit ziehen und einen Ausblick für das nächste Jahr geben.

Das erste Jahr war ein Erfolg, das Wetter hat mitgespielt, tausende Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und 5 Bienenvölker haben bei uns in diesem Sommer Nahrung gefunden, Thorsten Wilkens, unser Imker aus Bassen hat 50kg Honig geerntet.

Da das finanzielle Ergebnis, dank der deutlich niedrigeren Pacht, fast ausgeglichen ist, können wir den Honig kaufen und einen Teil davon entsprechend der Höhe des Engagements an unsere Sponsoren und Helfer verschenken.

Sobald er abgefüllt ist gibt es pro 100 € ein großes Glas, pro 25 € ein kleines Glas Honig von der BürgerBlumenWiese. Der Rest wird privat oder über die Website verkauft, das Geld kommt in die Kasse.

Die Sonnenblumen auf der Blumenwiese sind fast alle verblüht, die Samen sind reif.

Jeder darf sich so viele Sonnenblumen, wie er möchte, als Vogelfutter schneiden. Für die Vögel an der Blumenwiese bleiben allemal genug.

Für unser Konzept im nächsten Jahr wäre es nicht gut wenn sich zu viele Sonnenblumen aussäen.

Ein guter Anfang, finde ich.

Kostenaufstellung die Zweite

Kostenaufstellung die Zweite

Das Projekt entwickelt sich zu einem vollen Erfolg.

Am Anfang kamen nur wenige Hummeln und andere Wildinsekten zu Besuch. Inzwischen kann man an einem sonnigen Tag pro Quadratmeter mindestens eine Hummel beobachten.

Das macht 10.000 Hummeln bei der Fläche, in einer Umgebung, wo es im letzten Jahr nichts gab. Das hätte ich nicht gedacht.

Und auch in finanzieller Hinsicht konnte ein großer Erfolg erzielt werden. Es konnte in Nachverhandlungen ein angemessener Pachtpreis von 800 Euro statt vorher 1900 Euro pro Jahr erreicht werden, Erleichterung pur !!!!

Wenn Dich das Kleingeld drückt …

Wenn Dich das Kleingeld drückt …

… und wir es Dir Wert sind, dann ist Deine Spende hier gut aufgehoben!

Vielen Dank, wir schauen täglich nach.

Bis jetzt sind 65,11 € eingegangen und die Bienen bedanken sich sehr herzlich bei den Geldspendern.

Kostenaufstellung

Kostenaufstellung

Hier eine kleine Kostenaufstellung.

Dieses Projekt ist für die gesunde Umwelt gedacht. Allen Unkenrufen zum Trotz stehen Ausgabe den Sponsoren- und Patenschaftseinnahmen entgegen.
Um zu vermeiden, dass irgendjemand meint, hier würde sich ungerechtfertigt bereichert, gebe ich hier die Möglichkeit der maximalen Transparenz und bedanke mich bei allen Interessierten, Beteiligten, Spendern, Sponsoren und Paten.

Corona beeinflusst auch dieses Projekt

Corona beeinflusst auch dieses Projekt

Die für den Wegrand vorgesehene Bearbeitung und Einsaat von Kornblumen und Mohn musste entfallen, stattdessen haben wir auf einem 2m breiten Streifen des Ackers ausgesät. Die Fläche fürs Selberpflanzen musste ich schweren Herzens weglassen, dort wird die Imkermischung gesät.
Den Brunnen musste ich auch streichen, ein Wasserbecken wird es aber in irgendeiner Form trotzdem geben.

Winterschlaf beendet

Winterschlaf beendet

Auf der Blumenwiese passiert etwas, trotz Corona

Letzten Freitag wurde der Acker noch einmal mit der Scheibenegge bearbeitet.

Am Dienstag wurde auf einem 2m breiten Streifen eine Mischung mit Mohn, Kornblumen etc. angesät.
Das Teilstück wurde in Corona-gerechte Sektoren unterteilt, sodass jeder risikofrei arbeiten konnte.
Schade, Kaffee und Kuchen anschließend ging halt nicht, holen wir nach wenn’s blüht.

Nächste Woche kommt dann die Drillmaschine und sät auf dem Rest die Verdener Imkermischung aus.

Projekt BürgerBlumenWiese

Projekt BürgerBlumenWiese

Projekt BürgerBlumenWiese

Projektleitung: Peter Erfurt

Bremer Damm 82, 27367 Hellwege

info@buerger-blumen-wiese.de                   

Ort      Hellwege, Steller Strasse

Größe  10.000 qm

Ziel      Erstellung einer Wildblumenwiese auf o.g. Fläche die durch Patenschaften von Bürgern, Vereinen und Firmen finanziert wird

Das Insektensterben ist nicht abstrakt sondern augenfällig

Spätestens beim Blick auf die relativ saubere Frontscheibe nach einer längeren Fahrt wird klar, dass es dramatisch weniger Insekten gibt, dass etwas getan werden muss.

Ich habe mich daher entschlossen in Hellwege einen ha Land zu pachten, das Projekt BürgerBlumenWiese zu starten und möglichst viele Menschen daran zu beteiligen.

Durch eine Patenschaft für ein Stück Land auf dem statt Mais oder einer anderen Monokultur Nahrung für Insekten angebaut wird, nicht mehr und nicht weniger.

Das auf 3 Jahre ausgelegte Projekt soll ein Zeichen setzen, dass Eigeninitiative notwendig ist und unmittelbar wirkt, soll zum Mitmachen und Nachahmen animieren.

Ihr Beitrag zum Erfolg kann die Nachhaltigkeit eines solchen Projekts aufzeigen, die Insekten werden es Ihnen danken.

Um eine breite Vielfalt an Futterpflanzen zu bekommen habe ich die Fläche wie auf dem Grundriss ersichtlich in mehrere Bereiche eingeteilt

  1. Der größte Teil der Fläche ca 9000 qm wird im Oktober gepflügt.
  2. Im April wird ein organischer Bodenaktivator ausgebracht und jeweils auf der Hälfte die „Verdener Imkermischung“ sowie eine entsprechende Blühmischung der Fa. Agravis ausgesät. Die Mischungen enthalten unterschiedliche Pflanzen, also mehr Vielfalt für Insekten.
  3. Der Wegrand wird im Oktober gefräst und ortsübliche Pflanzen wie Mohn, Kornblume, Wicke, Schafgarbe werden angesät
  4. Am Rande des Ackers befindet sich ein Graben an dem ortsübliche Pflanzen wie Dost, Mädesüß, Weidenröschen usw. ihren Platz haben sollten. Hier wird die bestehende Vegetation durch gezielte Auspflanzungen ergänzt
  5. Auf einer Ecke des Ackers wird eine Rasenfläche mit Kleemischung als Aufenthaltsfläche entstehen, ein Brunnen gespült, eine Pumpe installiert, Infotafel, ein Wasserbecken für Insekten und Vögel, sowie eine Bank aufgestellt.
  6. Auf einer Fläche von 450qm dahinter darf jeder der sich dazu berufen fühlt selber Blumen pflanzen, ohne Rücksprache, einfach so. Früh blühende Pflanzen insbesondere Stauden würden den Insekten einen guten Start ins Jahr verschaffen.
  7. Am Waldrand werden Bienenstöcke aufgestellt. Die Größe der Fläche garantiert, dass wir den Wildbienen keine Konkurrenz machen. Nach der Saison werden wir sehen wie viel Honig dabei herausgekommen ist.